Donnerstag, 1. Oktober 2020

Märchenhaftes 2020 - Der kleine Muck

Was? Schon Oktober? Die Zeit rast gefühlt nur so dahin. Na dann wollen wir mal schauen, was der September so "märchenhaftes" hervorgebracht hat. 
Das Monatsmärchen bei Maika war "Der kleine Muck" und ich muss zugeben, der hat es mir etwas schwer gemacht. Es wollte sich einfach keine passende Idee auftun und ich war kurz davor mich damit abzufinden, dass dies der erste Monat sein würde, in dem ich nur eine Zeichnung (die würde ich ja wohl hinkriegen) posten kann.

Aber, ihr ahnt es schon, es hat sich doch noch ein Projekt aufgetan. Auf Instagram lief im September der #bottiesfal. Botties sind Schuhsohlen aus Kunststoff, auf die man ganz nach Lust und Laune Schuhe "aufbauen" kann. Egal ob gehäkelt, gestrickt, gefilzt oder, wie in meinem Fall, genäht. 



Anfangs hatte ich gar nicht vor, mir welche zu machen, habe dann aber doch mal interessehalber auf die Homepage geschaut. Als mir dann bewusst wurde, dass die Pantoffeln, also Schuhe, ein zentrales Element beim kleinen Muck sind, war die Entscheidung schon gefallen. Vereinfachend kam hinzu, dass man bei Botties.de nicht nur die Sohlen bestellen kann, sondern alles was man für das gewünschte Design benötigt, egal ob Stoff, Nullrundengarn oder die Wolle zum Stricken. Ganz schön praktisch (und verführerisch).





Leider war das Wetter in den letzten Tagen zu nass und kalt, so dass ich die Botties noch nicht draußen testen konnte. Da werde ich vermutlich noch ein paar Monate warten müssen. 
Mein erster Eindruck war aber recht positiv. Durch die Wollfilzeinlegesohle steht man sehr bequem und angeblich wird diese durch das Tragen geformt, wodurch man ein individuelles Fußbett bekommt. 



Allerdings hätte ich mich bei der Größenwahl für eine Nummer kleiner entscheiden sollen (zumindest für Schuhe, die ich barfuß tragen möchte), denn sie sind ein kleines Bisschen zu groß, (aber trotzdem tragbar). Ein Sachverhalt, der mich wiederum schmunzeln lässt, waren doch die Pantoffel des kleinen Muck auch zu groß. Wie war das? Drei Mal auf dem Absatz herumdrehen? Vielleicht sollte ich das mal versuchen?


Nun und was ist auch der Zeichnung geworden? Die habe ich fleißig vor mir her geschoben, bis gerade eben. Geplant hatte ich einen Hund und eine Katze. Der kleine Muck hatte bei Frau Ahavzi die Aufgabe sich um die Katzen zu kümmern. In meiner Vorstellung sind das so kuschelige Langhaarkatzen und so eine wollte ich zeichnen. An den Augen und dem Gesicht habe ich mehrmals radiert und neu gezeichnet, aber der Gesichtsausdruck wollte nicht so werden, wie ich ihn mir vorgestellt habe.


Und nachdem mir die Katze nicht so recht gelingen wollte, habe ich mich entschieden, es erst mal zu lassen und in den nächsten Monat zu verschieben. Die "Bremer Stadtmusikanten" bieten mir noch einmal die Gelegenheit, mich an Hund und Katz zu versuchen. Nun denn, ran ans Werk. 


Liebe Grüße Sandra




auf einen Blick:
Sohlen und Material von Botties
linked@ Märchenhaftes 2020

Dienstag, 1. September 2020

Märchenhaftes 2020 - Der gestiefelte Kater

Heute geht es hier zum Monatswechsel wieder märchenhaft zu. Maika hatte für den August das bekannte Märchen "der gestiefelte Kater" ausgelost. Klar, das Märchen kennt man, aber wenn man mich gefragt hätte, worum es in dem Märchen eigentlich geht, hätte ich wohl nur mit einem Schulterzucken antworten können. Und dies ist mir in diesem Jahr schon öfter so gegangen. Mir ist aufgefallen, dass ich viele Märchen gar nicht kannte, von anderen zwar die Märchenfiguren kenne, aber den Inhalt des Märchens nicht und es tatsächlich nur ganz wenige sind, bei denen ich weiß, wovon sie erzählen. Um so besser, dass ich dank Maika nun mein Märchenwissen erweitern kann. 

Wie gesagt, war "der gestiefelte Kater" unsere Inspiration für den August. Ich hatte ja das große Glück, dass es die Losfee gut mit mir gemeint hat und die sommerliche Wiese in Form des wunderschönen Gewinnstöffchens vom Juli bei mir gelandet war. Herzlichen Dank dafür liebe Maika. Es brauchte auch gar nicht viel Zeit, bis die ersten Ideen zum Teil vorsichtig winkend, andere aber auch laut jubelnd um die Ecke kamen. Glücklicherweise hatte ich im August urlaubsbedingt etwas mehr Zeit, so dass ich auch (fast) alle umsetzen konnte. Aber seht selbst.

Für meine Tierzeichnungen, an denen ich mich in diesem Jahr im Rahmen der Märchhaft-Aktion übe, wollte ich ein Album haben. Dieser Stoff hat perfekt zu meiner Idee gepasst, nicht zu groß gemustert und ein bisschen verspielt. Damit habe ich zwei Stücke aus Graupappe bezogen, die die Vorder- und Rückseite des Albums werden. Die Seiten, auf die ich die Zeichnungen aufkleben werde, habe ich aus farblich passendem Tonpapier zugeschnitten. Wie ich das Ganze binden werde habe ich noch nicht endgültig entschieden. Das werde ich erst machen, wenn ich weiß, wieviele Zeichnungen bzw. Seiten am Ende zusammengekommen sind. Den Buchtitel habe ich mit dem Plotter erstellt und aufgebügelt.


Damit das Album schön dick wird, habe ich auch diesen Monat wieder gezeichnet. Im Märchen kommen ja so einige Tiere vor und ich konnte mich gar nicht so Recht entscheiden. Den Löwen wollte ich unbedingt probieren und finde das Resultat ganz gut gelungen.

 

Wenn die Hauptfigur des Märchens schon ein Kater ist, so musste ich den auch zeichnen. Und zum Schluss noch den doofen Zauberer, der auf den Trick des gestiefelten Katers hereinfällt und sich in eine Maus verwandelt, die der Kater dann verspeist.

 

Nun aber wieder zurück zum Wiesen-Stöffchen. Mir waren zuvor mehrmals Shirts mit bunter Passe aufgefallen, was mir ganz gut gefallen hat. Diesen Stoff konnte ich mir für so ein Shirt in Kombiation mit schwarz sehr gut vorstellen und da einfache Shirts in meinem Schrank Mangelware sind, habe ich mich mit Freude an die Arbeit gemacht. In meinem Stoffvorrat war noch ein Stück schwarzer Viskosejersey, der gerade so gereicht hat (als ob er genau auf dieses Projekt gewartet hätte). Der Schnitt ist das "Kimonotee" von Maria Denmark von dem ich schon zwei habe, die ich immer noch gerne trage. Allerdings steht mir der Sinn nicht immer nach Qietschpink oder Flamingos, weshalb ich mich sehr über die "erwachsene" Version freue.

 

Vom Stoff war dann noch genug übrig, um mal wieder eine Projekttasche Abies für meine Strickwerke zu nähen. Davon kann man nie genug haben. Die Wahl eines Kombistoffes fiel mir hier etwas schwerer, da mein Vorrat nichts passendes hergab. So habe ich mich für graues SnapPap entschieden, das der Tasche einen guten Stand gibt.

Im Schnittmuster sind keine Träger vorgesehen, welche ich aber im Gebrauch meiner anderen Abies schon öfter vermisst habe. Deshalb hat diese nun Träger. Eigentlich wollte ich welche aus SnapPap machen, habe mich dann aber umentschieden, da diese vermutlich zu steif abgestanden wären wenn der Beutel neben mir auf der Couch steht; also habe ich auch hier zum Wiesenstöffchen gegriffen. Zum perfekten Ganzen fand sich noch ein passendes Stückchen Garn für die Kordeln in meinem Vorrat.
Und damit hätte ich dann auch wieder den Bogen zum Märchen geschafft, denn so eine Projekttasche ist ja eigentlich nichts anderes als ein "Sack mit Schnüren", wie der gestiefelte Kater ihn für die Kaninchen- und Rebhuhnjagd nutzt.

Aber zum Jagen wird dieser hier nicht verwendet, auch wenn genug Platz darin wäre. Im Inneren habe ich noch ein helles Stück Stoff aus meinem Vorrat vernäht, von dem ich schon gar nicht mehr weiß, von wo das ist. Jetzt hat auch dies seine Bestimmung gefunden.


Und damit wäre das schöne Stöffchen bis auf einen kleinen Rest aufgebraucht. Eine Idee, die sich leider erst etwas später aus ihrem Versteck getraut hat, hätte ich noch. Mal sehen, ob das Reststück dafür noch reicht und wer weiß, vielleicht passt das dann ja zum September-Märchen? Auf jeden Fall freue ich mich schon auf den nächsten märchenhaften Monat. Bis dahin, macht's gut.
 
 
Liebe Grüße

Sandra

 

auf einen Blick:
Schnitt:  "Kimono Tee" von Maria Denmark in Gr. M
              Projekttasche "Abies" von Fabelwald

Montag, 31. August 2020

Basic-Shirt - Frau Josy die Dritte

Der Hochsommer ist vorbei, morgen beginnt der September. Und bevor sich der Sommer dann bald gänzlich verabschiedet, möchte ich euch noch ein einfaches Basicshirt zeigen, das in den letzten Tagen von den Nadeln gehüpft ist. In meinem Stoffvorrat lag noch ein weißes Stöffchen, das ich Ende letzten Jahres bei Karins "Jahrezeiten Sew Along" gewonnen hatte, wofür es Tina zur Verfügung gestellt hatte. Dieses wollte ich unbedingt noch in diesem Sommer zu einem T-Shirt vernähen. Die ganze Zeit hatte ich eine Kilia von Prülla im Sinn, den Schnitt hatte ich auch schon für den Zuschnitt aufgelegt als ich mich doch noch anders entschieden habe. Meine Kilia ist eher eng, den weißen Stoff konnte ich mir aber besser für ein weiteres, locker fallendes Shirt vorstellen, solche wie meine beiden Frau Josy, die auch in diesem Sommer zu meinen am häufigsten getragenen Shirts gehören. Und so wurde meine 3. Frau Josy daraus. 


Da der Stoff sehr dünn und leicht durchsichtig ist, habe ich den oberen Teil des Vorderteils doppelt gearbeitet. Dafür habe ich aus dem letzten Reststück noch einmal den oberen Teil des Vorderteils zugeschnitten, die untere Kante mit der Overlock versäubert und dieses Stück beim Zusammennähen mitgefasst. Auf dem Bild ist die untere Kante dieses "Blickschutzes" deutlich zu sehen, was mir zeigt, dass die Entscheidung dafür richtig war.
 
Der Schnitt ist wirklich ideal für heiße Tage, denn er ist schön luftig, die Schultern sind bedeckt, trotzdem ist unter den Armen kaum Stoff der einengen könnte. Aber auch für kühlere Tage mag ich meine Frau Josys sehr gerne, denn der Ausschnitt gefällt mir sehr gut unter einem Cardigan, was mir tatsächlich nicht mit jedem Ausschnitt gefällt.

Jetzt hoffe ich aber noch auf einen warmen Spätsommer und ein paar schöne Tage an denen ich die Leichtigkeit der FrauJosy genießen und sie vielleicht sogar wie auf dem Foto zusammen mit meiner Julika-Short tragen kann. Diese Kombi gefällt mir nämlich sehr gut.
 
 
Liebe Grüße
 
Sandra



auf einen Blick:
Schnitt: Frau Josy von schnittreif


Freitag, 21. August 2020

#PaillettenPerlenPlunderFAL

In meinem letzten Post hatte ich schon kurz erwähnt, dass mein Juli ganz im Zeichen des #paillettenperlenplunderFALs auf Instagram stand. Und bevor nun auch der August um ist, möchte ich euch noch zeigen, was ich gewerkelt habe. Beim Pailletten-Perlen-Plunder-Frickel Along geht es in erster Linie darum Spaß zu haben und etwas kreatives zu werkeln. Gerne gesehen ist dabei Glitzer. Außerdem motivieren die beiden Organisatiorinen Jane und Steffi die Teilnehmer sich auch mal an Dingen auszuprobieren, die man noch nie gemacht hat. Dazu gibt es in jeder Woche sog. "Plunderpaten", die eine Projektidee oder Anleitung vorstellen. 
 
Und so habe ich mich endich mal an Foundation Paper Piecing herangewagt. Das wollte ich schon lange ausprobieren und hatte mir auch schon eine Vorlage gekauft, jetzt ist es endlich wahr geworden. Und ich muss sagen, ich bin begeistert. Von der Technik und auch von meinem Ergebnis. Das war bestimmt nicht das letzte Mal.
(Vorlage "Geometric Sewing Machine" von Quietplay)

 
 
Eine der Plunderpaten war Uta Hanson, die gezeigt hat, wie man einen LogCabin-Block näht. Das Kissen, das ich daraus genäht habe war mein Julibeitrag zu "Märchenhaftes 2020" war.



 
Eine weitere Idee einer Plunderpatin war Nähgewichte aus Beton zu gießen. Da habe ich gleich mal mitgematscht und einen Teil davon mit Nagellack und Glitzer verziert...

 

... die anderen mit kupferfarbener Farbe bepinselt.
 

 
Ein ganz schnelles Projekt war ein Fotohintergrund aus einem Laminatpanel (einmal in der Mitte durchsägen und zusammenklicken... fertig) und einem Sockenpräsentationsbrett oder besser gesagt einem mit dezentem Glitzerstoff beklebtem Stück Pappe in Sockenform.



 
Gestrickt habe ich auch etwas. Durch Zufall habe ich dieses leuchtend gelbe Garn entdeckt, kurz nachdem ich mir gelbe Sandalen gekauft hatte. Das musste deshalb unbedingt mit und in ein luftiges Sommershirt verwandelt werden.
Anleitung: Elfe von Astrid Schramm in Gr. S
Garn: Gomitolo Estate von Lana Grossa
 
 
 
 
 
Und zu guter Letzt habe ich auch noch ein bisschen Glitzer vernäht. Wenn auch nur ein bisschen im Bindeband meiner Lilien-Julika. Nachdem meine anderen beiden Julika-Shorts hier im Dauereinsatz sind, musste ich unbedingt noch eine haben. Das war ein länger geplantes Projekt, da hatte ich beim Stoffkauf für meinen Hoodie mit Rosa und Glitzer gleich etwas mehr Stoff mitbestellt.
Anleitung: Julika von Prülla in Gr. 36
Stoff: Sweat Glow Lily von Hamburger Liebe und passende Strickkordel beides von Albstoffe




Der PaillettenPerlenPlunderFAL hat wahnsinnig viel Spaß gemacht. Nicht nur meine eigenen Werkeleien haben mir viel Freude bereitet, auch die vielen tollen Werkeleien und Ideen der anderen Teilnehmer/innen habe ich mir sehr gerne angeschaut und mich inspirieren lassen. Und als ob das alles nicht schon genug der Freude wäre, habe ich bei der Verlosung auch noch das Buch "Knit Happens" von Susi Strickliesel gewonnen.

 
 
Ach ich bin froh, dass ich mitgemacht habe und freue mich auch schon auf's nächste Jahr. Doch vorher teile ich meine Freude ein bisschen mit euch beim Freutag bevor ich mich wieder an meine Werkeleien für den märchenhaften August mache. 
Macht's gut, bis bald.
 
 
Liebe Grüße

Sandra

 linked@ Freutag

Sonntag, 2. August 2020

Märchenhaftes 2020 - Brüderchen und Schwesterchen

Der Juli stand hier ganz im Zeichen des #PaillettenPerlenPlunderFAL auf Instagram, in dessen Zusammenhang ich einiges gewerkelt habe, was ich euch aber ein anderes Mail zeigen möchte. Aber wie es der Zufall (mal wieder) so will, hat sich ein Gewerkel ziemlich schnell in den Vordergrund gedrängt als ich über meinen Beitrag zu Maikas "Märchenhaftes 2020" nachdachte. "Brüderchen und Schwesterchen" lautete das Losergebnis für den Juli. Dieses Märchen hatte ich als Kind auf einer Hörspielkassette und muss zugeben, dass ich es immer etwas gruselig fand, wenn die Königin nach ihrem Kind und ihrem Reh fragte. Wie dem auch sei, ich habe mich beim erneuten Lesen des Märchens trotzdem sehr gerne daran erinnert.
Und bei der Stelle "als sie lange, lange gegangen waren, kamen sie endlich an ein kleines Haus, und das Mädchen schaute hinein, und weil es leer war, dachte es: Hier können wir bleiben und wohnen." hatte ich ein kleines Holzhäuschen vor Augen. Vielleicht ein Blockhaus? Was für ein Zufall, dass eines der Projekte beim #PaillettenPerlenPlunderFAL ein Tutorial für einen "LogCabin"-Block war. LogCabin heißt nämlich übersetzt "Blockhaus".

Es hat mir viel Spaß gemacht, diese Technik auszuprobieren. Auch wenn dem Nähspaß einiges an Überlegen und Rechnen vorausging. Die verwendeten Stoffstreifen waren Reste von meinen Sofakissen und eben nur in begrenzter Zahl vorhanden. Deshalb musste ich ne Weile tüfteln, wie ich die Streifen legen möchte, damit ich die maximale Größe herauskriege.



Das hat sich aber gelohnt und so gesellt sich jetzt tatsächlich noch ein "Reste"-Kissen zur "Geschwisterbande".




Für meine Zeichenübungen ist auch in diesem Märchen eine schöne Auswahl an Tieren vertreten. Dachte ich zumindest. Das Reh habe ich schon beim Sterntaler gezeichnet. Den Wolf hätte ich mir gerne für Rotkäppchen oder die sieben Geißlein aufgehoben, musste dann aber feststellen, dass in meinem Buch gar keine Vorlage für einen Wolf ist. So blieb also nur noch der Tiger. Den hätte ich in einem deutschen Märchen überhaupt nicht erwartet.


Mein tierisches Märchenbuch füllt sich und bis zum Jahresende werden bestimmt noch ein paar mehr dazu kommen.

Bis dahin, macht's gut.


Liebe Grüße

Sandra


Mittwoch, 1. Juli 2020

Märchenhaftes 2020 - Das Waldhaus

Es ist Monatswechsel und Monatswechsel heißt auf meinem Blog in diesem Jahr "Märchenzeit", aber das wisst ihr ja alle schon. Maika hat wieder emsig die Lostrommel gerührt und ein mir bis dahin völlig unbekanntes Märchen "das Waldhaus" von den Gebrüdern Grimm zum Juni-Märchen erklärt. Und obwohl ich das Märchen überhaupt nicht kannte, passt es auch diesen Monat wieder so perfekt zu meinen Werkelplänen; aber dazu gleich mehr.

An dieser Stelle wollte ich eigentlich einen kurzen Abriss über das schöne Märchen geben, aber kurze Zusammenfassungen sind mir schon in der Schule schwer gefallen, weshalb ich das hier doch weglasse und davon ausgehe, dass ihr das Märchen kennt (falls nicht, könnt ihr es z.B. hier lesen).

Viele Märchen sind ja über Generationen überlieferte Geschichten, die dann u.a. von den Gebrüdern Grimm aufgeschrieben wurden. Und dabei wurde bestimmt auch mal mehr oder weniger zusammengefasst, wobei über die Jahre das ein oder andere Detail verloren ging.
Von einem dieser verlorengegangen Details möchte ich euch heute erzählen.

"Nachdem das jüngste Mädchen die Suppe gekocht hatte und diese noch auf dem Herd köchelte, deckte sie den Tisch. Leider fand sie im ganzen Haus keine Tischdecke; lediglich ein kleines Stück ausgefranster Stoff lag in einem Schrank. Daraus nähte sie kurzerhand zwei Platzsets und freute sich, dass das Reststück sogar für ein Mitteldeckchen reichte, auf dem sie ein paar Blümchen aus dem Garten stellte. Hätte sie mehr Zeit gehabt, hätte sie die Deckchen gerne noch mit einer Stickerei verziert, aber dann war die Suppe auch schon fertig".


Die realistischere Variante der Entstehungsgeschichte dieser Platzsets samt Mitteldeckchen hört sich in etwa so an:
Unsere Platzsets sehen wirklich schon sehr mitgenommen aus. Einen Teil davon musste ich bereits aussortieren, weshalb sie immer schnell knapp wurden, wenn die Wäsche länger nicht für eine volle Maschine reichte. Als mein Mann und ich einkaufen waren kamen wir an reduzierten Tischsets vorbei. Meine Bemerkung "Mmh, die kann ich eigentlich auch selber machen" beantwortete mein Mann mit seiner (nee, überhaupt nicht berechtigten) üblichen kritischen Frage "und wie lange dauert das dann bis die fertig sind". (Er wusste ja nicht, dass die perfekt zum Monatsmärchen passen würde) Also haben wir einen Satz der Sets mitgenommen, denn die waren so günstig, dafür hätte ich keinen Stoff kaufen können. Trotzdem habe ich zu Hause noch welche genäht, denn das war so ein passender Beitrag für den märchenhaften Juni und ich wollte mich endlich mal an Briefecken versuchen. Und neuen Stoff brauchte ich auch nicht zu kaufen, denn für nur 2 Sets reichte ein Reststück aus meinem Vorrat, das farblich sogar perfekt zu den Gekauften passt. Dass das Mitteldeckchen nur deshalb entstanden ist, weil ich mich beim Zuschnitt granatenmäßig vermessen habe sehe ich als glücklichen Zufall.



Ein weiterer Grund, warum das Junimärchen wieder perfekt gepasst hat, ist ein Bild, das ich am 31.5. an einen Kuhfan verschenkt habe. Eigentlich hatte ich gar nicht vor hierzu einen Post zu machen, doch wenn sich nur 1 Tag später so eine Gelegenheit bietet ... (zum Glück hatte ich noch ein Foto davon gemacht)

die Vorlage ist aus einem alten Kundenmagazin des TOPP-Verlags


Und zu guter Letzt bot "das Waldhaus" tierisch gute Aufgaben für meine Zeichenübungen. In meinem Zeichenbuch fanden sich dann auch die Vorlagen für einen Hahn ...


... und eine Kuh.


Da stelle ich doch gleich mal die Frage:
"Schön Hühnchen,
Schön Hähnchen
Und du schöne bunte Kuh,
Was sagst du dazu?"

Und bin auch schon sehr gespannt, was ihr dazu sagt.

Das Märchen hat mir wieder sehr viel Freude bereitet, beim Lesen wie auch beim Werkeln. Und nun werde ich gleich mal schauen, welche Märcheninterpretation den anderen eingefallen sind.


Liebe Grüße

Sandra






Dienstag, 23. Juni 2020

Hoodie Hudie mit Rosa und Glitzer

"Mama, du magst doch gar kein Glitzer und kein Rosa", das sagte mein kleiner Räuber als er mich beim Zuschnitt meines neuen Hoodies fragte, für wen ich denn das nähe. Ja, stimmt. Eigentlich mag ich kein Glitzer, und Rosa auch nicht so unbedingt. Deshalb war es auch keine Liebe auf den ersten Blick sondern hat ne ganze Weile gedauert, bis ich der Meinung war, dass ich genau diesen Stoff für meinen zweiten Hoodie Hudie brauche. Meinen ersten Hudie trage ich immer noch sehr gerne und mir war schnell klar, dass das nicht der einzige bleiben soll.

So spannend es auch ist, ein Schnittmuster zum ersten Mal zu nähen, so sehr mag ich es einen Schnitt mehrmals zu nähen. Da weiß ich, dass es passt, das Schnittmuster ist schon fertig und braucht nur auf den Stoff aufgelegt zu werden und so war Hudie II recht schnell fertig.

Fehlten also nur noch die Fotos. Schöne Fotos, die man im Internet zeigen kann bzw. möchte. Solche Fotos macht man am besten an einem Tag mit schönem Wetter, ausreichend Zeit und guter Laune... und nicht wenn das Wetter grad mal so passt, gerade mal ein bisschen Zeit übrig ist und die allgemeine Laune aufgrund von Corona und Home-Schooling eher angespannt als "gechillt" ist. Nun denn, so ein Foto war leider nicht aufzutreiben und deshalb zeige ich euch heute meinen neuen Hudie mit Fotos von einem nicht ganz so optimalen "Shooting". Aber manchmal läuft's einfach so.

Das Licht war an diesem Vormittag nicht ideal. Viele Bilder waren sehr hell, weshalb ich mich in den Schatten des Hauses gestellt habe. Da war es allerdings windig und den Komposter der Nachbarin habe ich auch "direkt vor der Nase".




Hatte ich dann mal ein Foto auf dem die Hoodiebänder halbwegs liegen und das Bündchen richtig sitzt, fährt entweder der Greenkeeper durch's Bild oder ich gucke doof oder beides.


Ja, und letztenendes sinken mit jedem gesichteten Bild die Ansprüche, da ist es auch egal, wie ich schaue oder ob der Komposter im Hintergrund zu sehen ist, Hauptsache der Hoodie ist halbwegs gut drauf und ich bin sogar bereit solche Bilder von mir ins Netz zu stellen, weil ich euch endlich meinen Hoodie mit Glitzer und Rosa zeigen möchte. (Auf den Bildern kann man es nicht erkennen, aber sowohl in der Kordel als auch im Bündchen ist Glitzer drin.)



Schön, wenn man am Ende drüber schmunzeln kann. Vielleicht hat die eine oder andere beim Lesen auch ein bisschen schmunzeln müssen. Beim nächsten Mal wird's bestimmt wieder besser. Bis dahin, macht's gut.


Liebe Grüße

Sandra


auf einen Blick:
Schnitt: Hoodie Hudie von Prülla in Gr. 38 (ohne Änderungen)
Stoff: Sweat Glow Lily von Hamburger Liebe und passende Bündchen und Hudiekordel (alles von Albstoffe); rosa Kapuzenfutter aus meinem Vorrat