Donnerstag, 8. November 2018

Perfect Match-Finale II - Bellah und Louise

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Mein zweites Oberteil, das ich im Rahmen des Perfect Match-Sew Alongs nähen wollte ist nun auch fertig. Aber ich musste feststellen, es matcht nicht. Zumindest nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte.


Hier noch mal mein ursprünglicher Plan:
"Das zweite genähte Teil ist mein bürotauglicher Jeansrock. Auch der könnte noch ein bisschen Gesellschaft in Form von hellen, bürotauglichen Oberteilen brauchen (die dann natürlich auch wunderbar zu Jeanshosen oder andern dunklen Hosen passen würden ;-) ). 

Meine Idee ist eine Bluse Bellah von prülla. Dafür liegt hier schon ein wunderschönes weißes Viskosestöffchen mit zartem Blumenmuster bereit. Eine Bellah habe ich schon genäht, aber am Saum und den Ärmelabschlüssen schweben mir ein paar Änderungen vor, ...."



Meine erste Bellah trage ich immer noch sehr gerne, und wollte auch längst noch eine weitere nähen, aber wie das immer so ist, kommen neue Ideen dazwischen. Das hat aber auch einen Vorteil, denn wenn man ein Teil öfter trägt, fällt einem auf, was nicht so optimal ist. So hat mich beim ersten Tragen an meiner Bellah etwas gestört, ohne dass ich konkret sagen konnte, was es ist. Mit der Zeit bin ich darauf gekommen. Sie ist an den Schultern etwas zu weit, weshalb die Schulternaht immer etwas auf den Arm rutscht. Nun habe ich die Größen noch einmal verglichen und mich entschieden eine Größe kleiner zu nähen und siehe da, sie sitzt viel viel besser. Auch an der Weite habe ich im Gegensatz zur ersten Bellah nichts mehr geändert. 
Den vorderen Saum habe ich auch ein bisschen geändert. Ich wollte einen gerundeten Saum haben, wie am Rückteil und nicht gerade wie im Original. Dadurch wurde sie auch etwas länger, was mir normalerweise sowieso besser gefällt. 

Allerdings kam die Ernüchterung als ich die Fotos machen wollte. Zu dem geplanten Rock passt diese Bellah überhaupt nicht. Die ist viel zu weit und zu lang. Ich habe mich nicht mal getraut ein Foto zu machen. Was nun? Kurze Zeit habe ich überlegt sie zu ändern, ... kürzen und enger nähen ist kein großer Aufwand.





Den Rock ziehe ich aber gar nicht soooo oft an. Viel häufiger trage ich Hosen und dazu habe ich lieber weite, leicht fallende Oberteile, die ich vorne in den Bund stecken kann. Und genau so eins hatte ich ja nun in der Hand. Also bleibt die Bellah vorerst mal so wie sie ist (evtl. kürze ich sie noch ein kleines Bisschen) und ich habe noch viel mehr Match-Möglichkeiten als nur zu einem Rock.



Entgegen meiner anfänglichen Befürchtungen hat der Stoff doch noch für lange Ärmel gereicht. Auch hier bin ich von der Anleitung abgewichen. Ich habe keinen Abschluss mit Gummizug gemacht, das gefällt mir an meiner ersten Bellah nicht so gut. Stattdessen habe ich die Ärmel ein bisschen gerafft und einen Bund angenäht. Bestimmt gibt es dafür einen Fachbegriff, den kann ich hier leider nicht nennen. Deshalb beschreibe ich kurz was ich gemacht habe. Ich habe einen Streigen Stoff wie zu Schrägband gefaltet und gebügelt, das Ganze zum Ring geschlossen, mit einer Seite am gerafften Ärmel angenäht, am Mittelfalz umgeklappt und festgenäht. Das gefällt mir sehr gut und sieht auch an der Innenseite sehr sauber.

Damit wäre mein Post zum Perfect Match-Finale eigentlich schon fertig. Aber ich möchte euch noch ein neues Oberteil zeigen, das ich genäht habe und das so perfekt zur Bellah passt, weshalb ich heute ausnahmsweise zwei Sachen in einem Post zeige.


Genäht habe ich eine Jacke nach dem Schnitt Louise von schnittchen patterns. Ich kann euch nur raten, schaut euch das Schnittmuster an und versucht den Knoten im Kopf zu lösen. Ich habe schon viele Oberteile genäht, aber hier musste ich sehr lange überlegen, wie was zusammengehört und was am Ende wo sein wird. Allein die Überlegung, ob ich sie länger machen soll war vergebens, denn vor dem Nähen hätte ich nicht sagen können, wo ich was verlängern müsste. Es war auf jeden Fall ein großer Spaß, das Nähen ging dann Ratz Fatz und die Jacke ist toll.



Genau mein Ding für die Übergangszeit mit dünner Bluse drunter oder dann im Winter für die kalten Tage im Büro. An den Bündchen hat man sogar vier Lagen Stoff und die sind sooo schön lang! Auf jeden Fall Shietwetter(Sew-Along)tauglich.


Meine Louise ist aus einem Strickstoff. Aber ich kann sie mir auch wunderbar kuschelig aus einem Jaquard vorstellen.


Und damit habe ich doch noch die perfekten Match-Partner gefunden. Mein Kleiderschrank füllt sich allmählich mit tragbaren Oberteilen, die sich wunderbar untereinander kombinieren lassen. Es wird!
Liebe Grüße, 
Sandra




auf einen Blick:
Schnitt: Bluse Bellah von prülla in Gr. 34
             Jacke Louise von schnittchen patterns in Gr. 38
Stoff: Viskosestoff mit Blümchen von makerist, Strickstoff von stoffe.de
linked@ Du für Dich am DonnerstagSew La La , Shietwetter-Sew Along, prülla

Samstag, 3. November 2018

Two Colours im Oktober - schwarz gold/silber II

Auch im Oktober habe ich mit den Farben der Two Colours auf Papier gespielt. Diesen Monat trifft dieser Ausdruck sehr gut, denn ich habe mich eher spontan für dieses "Muster" entschieden und auch während der Entstehung, die mal wieder "gschwind" zwischen zwei andere Sachen reinpassen musste, musste ich meinen Plan anpassen. Eigentlich nichts besonderes, aber wer mich kennt, weiß, dass meinem Naturell eher gut durchdachte Pläne liegen, die lange im Kopf reifen und dann fertig durchdacht umgesetzt werden. Deshalb sind die Oktoberpapiere für mich doch etwas Besonderes, weil ich hier den Prozess, die Entwicklung von der Idee bis zum fertigen Ergebnis nicht nur im Kopf hatte, sondern tatsächlich auch in einzelnen Schritten auf Papier habe. Nicht vorher viel Abwägen mit wenn und aber, sondern sich von den Ergebnissen während des Tuns leiten lassen. Schade, dass ich nicht mehr Zeit hatte, wer weiß, was da noch entstanden wäre. Nun möchte ich euch aber anhand meiner Bilder zeigen, wovon ich hier die ganze Zeit rede.
Schwarz und Gold bzw. Silber waren die vorgegebenen Farben. Und wie schon bei den Stoffen ist auch hier meine Auswahl an Materialien nicht sehr umfangreich. Ein paar Lackstifte und eben die Reste aus meinem alten Wasserfarbenkasten aus der Grundschule, auf den ich wieder mal zurückgegriffen habe.

Ich hatte eine Idee von dicken schwarzen Pinselstrichen auf meinem grauen Testpapier und darauf dezente Sprenkel in gold. So eine Art Novemberhimmel mit Sternen und Nebelschwaden. 
 
Leider hat das Papier die schwarze Wasserfarbe regelrecht aufgesaugt, so dass es zwar gut durchnässt war, aber die Farbe nicht so kräftig rauskam. Für die Sprenkel habe ich dann (anfangs noch vorsichtig) den mit Farbe vollgesogenen Pinsel gegen einen Finger geklopft. 




Für den zweiten Versuch habe ich dann doch zu schwarzer Acrylfarbe gegriffen, die wesentlich besser deckt. Das kam meinen Vorstellungen näher und das Pinselklopfen hat schon richtig Spaß gemacht.



Ich hab auch etwas silberne Farbe verspritzt. Allerdings dann das Blatt zu früh weggelegt (ich brauchte den Platz) wodurch die Wasserfarbe verlaufen ist. 



Der letzte Versuch war zwar wieder ein Schritt weg vom ursprünglichen Plan. Die Idee mit den schwarzen Pinselstrichen habe ich ganz verworfen und stattdessen ein Stück schwarzes Tonpapier genommen. Trotzdem ist dies mein Favorit. Es gefällt mir sehr gut, nicht nur wegen der Optik, sondern auch, weil ich schon recht konkrete Vorstellungen habe, wie ich dies in mein Gesamtprojekt am Ende des Jahres einbringen kann.


Hier kann man auch erkennen, wieviel Spaß mir das Farbklecksen am Ende bereitet hat.

Der November wird mit grün und orange wieder fröhlicher. Da möchte ich auf jeden Fall wieder Stempeln. Mal schauen, welches Motiv sich da anbietet.


Liebe Grüße, 

Sandra
 

Freitag, 2. November 2018

Two Colours im Oktober - schwarz gold/silber

Gold und Silber zusammen mit Schwarz ist eigentlich eine sehr schöne, edle Kombination. Nicht zu knallig und doch besonders. Trotzdem war der Oktober bei den Two Colours für mich eine Herausforderung, denn dies sind die wohl am wenigsten in meinem Stoffvorrat vorkommenden Farben. Zwar habe ich im Oktober ein schwarzes Shirt genäht, aber ohne Silber oder Gold. (Die Idee, da irgendwo einen kleinen silbernen Plott, Knopf oder ähnliches anzubringen ist mir gerade erst beim Tippen dieses Posts gekommen). Wieder einmal freue ich mich über mein Nähgewichteprojekt. So kann ich zumindest damit einen Beitrag zur Oktobersammlung bei Maika leisten. In meinem Stoffschrank gibt es genau einen Stoff mit Gold und einen mit Silber. Da bei dem Silbernen der Weißanteil sehr groß ist, habe ich mich entschieden, noch einmal den Gold-Glitzer-Stoff vom Juni zu verwenden. 
In Kombination mit schwarz kommt das Gold auch viel besser zur Geltung. Was ich wohl jemals aus diesem Stoff nähen werde?



Damit verabschieden wir uns endgültig von den gedeckten Farben. Der November mit grün/orange wird spannend und wer es wie ich nicht abwarten konnte und überlegt hat, welche Farben noch in den Lostöpfen sind, weiß, dass auch der Dezember mit der Kombination lila und orange recht bunt zu werden verspricht. Was wohl meine Männer dazu sagen werden, wenn ich vorschlage, den Weihnachtsschmuck in lila/orange zu machen.

Mein Nähgewicht darf jetzt eine Abstecher zum Freutag machen, bevor es sich in mein Körbchen zu den anderen gesellt. Ich mag die Sammlung jetzt schon wahnsinnig gerne. 

Liebe Grüße, 

Sandra


Donnerstag, 1. November 2018

Blusenliebe - der nächste Sommer kommt bestimmt

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In meinem letzten Post hatte ich ja angekündigt, dass ich noch einen Schnitt von Finasideen neu für mich  entdeckt habe. Heute möchte ich euch meine neue Bluse mit dem passenden Namen "Blusenliebe" zeigen. Ob es tatsächlich eine Lieblingsbluse wird, kann ich noch nicht sagen, dafür muss ich wohl noch ein paar Monate auf passendes Wetter warten (ich glaube für die Fotos habe ich den letzten warmen Tag erwischt).

Aber nun zur Bluse und wie es zu dieser kam. Das Besondere an der Blusenliebe sind die Biesen (die man auch weglassen kann), die hatten es mir angetan und die wollte ich ausprobieren. In meinem Schrank fand sich ein Stück Leinen, das ich mal im örtlichen Stoffladen aus der Restekiste gekramt und mit einer Bluse im Kopf mitgenommen hatte. 
Eigentlich ist die Blusenliebe für leicht fallende Stoffe, das Leinen aber etwas gröber und nicht wirklich leicht fallend. Aber in meinem Kopf hatte sich eine Kombi aus diesem Stoff und diesem Schnitt festgesetzt und ich wollte so gar nicht mehr von der Idee loskommen. Ich war skeptisch, ob die Raffung an Rückenteil- und Vorderteilpasse mit dem festen Stoff gut aussehen würde. Ausprobieren war die Devise, notfalls würde ich die unteren Schnittteile so anpassen, dass sie ohne Raffung angenäht werden können (mit Plan B in der Hinterhand fühle ich mich einfach sicherer). Ohne noch weiter auszuholen, ich habe die Blusenliebe mit den Raffungen genäht, was mir ganz gut gefällt. Die Fältchen haben sich überraschend gut gelegt. Auch die Biesen sind toll geworden und ich habe es hingekriegt, dass Biesen und Nähte auf beiden Seiten auf gleicher Höhe sind. (Yippieh)

Auch an den Schultern sitzt sie perfekt, zumindest sieht das auf den Fotos so aus (wie gesagt, ich hatte sie noch nicht lange an). Was mir schon bei der HappyMe aufgefallen ist, ich muss nicht verlängern. Normalerweise gebe ich bei den meisten Schnitten ein bisschen Länge zu. Die Schnitte von Finasideen scheinen für meine Körpergröße ideal zu sein.


Allerdings sollte ich mir für künftige Oberteile merken, dass ich vorher prüfe, ob es nicht besser ist, im unteren Bereich eine Nummer kleiner zu nähen. Meine Blusenliebe ist wirklich sehr weit geworden. Durch die Fältchen ergibt sich eine Mehrweite, die sich bei leicht fallenden Stoffen bestimmt besser legt. Bei meiner Leinenvariante warte ich jetzt erst Mal ab. Vielleicht bin ich im Sommer ganz froh, um die luftige Rückseite oder das Leinen knautscht sich beim Tragen entsprechend an seinen Platz. Und wenn nicht, wird mir etwas einfallen, wie ich es ändern kann.


Nun wird sie erst mal im Schrank verschwinden müssen, aber ich freue mich schon auf die ersten warmen Tage im nächsten Jahr, da wird sie bestimmt ganz bald zum Einsatz kommen. Tschüß Sommer!
Auf meinem Blog wird nun auch der Herbst einziehen. Die nächsten Teile, die ich zeigen werde haben zumindest lange Ärmel. Bis dahin, macht's gut.


Liebe Grüße,

Sandra


 

auf einen Blick:
Schnitt: Blusenliebe von FinasIdeen in Gr. 38
Stoff: Leinen aus dem örtlichen Stoffladen
linked@ Du für Dich am Donnerstag Sew La La

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Perfect Match - Finale I

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Mein Kleiderschrank braucht dringend ein paar neue Teile. Am besten Basicteile zum kombinieren, sowohl dünne für drunter als auch Cardigans oder ähnliches für die kühleren Tage. Da kamen mir die zwei Sew Alongs von denen ich schon berichtet habe, gerade recht, um der Umsetzung meiner Pläne ein bisschen Druck zu machen.  
Heute ist das Finale beim Perfect Match- Sew Along von Marietta und Anja. Die beiden hatten die tolle Idee gemeinsam solche Teile zu nähen, die uns als Kombiteil zu bereits vorhandenen Teilen fehlen. Dafür möchte ich mich bei den beiden ganz doll bedanken. Das war eine super Idee und ich habe nun endlich ein tolles schwarzes Shirt, das ich unter meine Cardigan MyCuddleMe anziehen kann.

Mein zweites Teil, das ich mir vorgenommen habe ist noch nicht ganz fertig, da hoffe ich heute Abend ein gutes Stück weiterzukommen. 

Aber das erste Stück kann ich heute zeigen. Ich wollte ein schwarzes Shirt haben, das ich unter meine MyCuddleMe anziehen kann. In meinem Vorrat lag auch schon länger ein schwarzer Viskosejersey und nun fand sich auch ein passender Schnitt. Das Blusenshirt HappyMe von FinasIdeen hat mich neugierig gemacht, da es dank V-Ausschnitt und Falten nicht nach T-Shirt aussieht. Genäht habe ich in Gr. 38, wo ich wirklich viel Platz drin habe. Da der Jersey gut fällt, stört das nicht wirklich, lediglich die Ärmel könnten einen Ticken weiter oben sitzen. Aber da will ich jetzt mal nicht so pingelig sein. Der Schnitt gefällt mir jedenfalls sehr gut und ich kann mir durchaus vorstellen, noch mehr davon zu nähen. Evtl auch als Langarmversion.



Ganz besonders freue ich mich darüber, dass ich nun endlich ein Shirt habe, das perfekt zu meiner MyCuddleMe passt. Die wird nun definitiv wieder häufiger den Schrank verlassen.



Nun werde ich mich aber noch dem zweiten Teil widmen. Ein bisschen Zeit bleibt mir noch bevor der Sew Along beendet ist.

Dies war übrigens nicht das einzige Schnittmuster von Finasideen, das ich neu für mich entdeckt habe. Die nächsten Tage werde ich euch noch eines zeigen. Bis dahin, macht's gut.


Liebe Grüße, 

Sandra



auf einen Blick:
Schnitt: HappyMe von Finas Idee in Gr. 38
Stoff: Viskosejersey in schwarz aus dem Vorrat
linked@ PerfectMatch Sew-Along, Du für Dich am Donnerstag, Sew La La

Sonntag, 21. Oktober 2018

Else - vier mal anders

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In meinem Stoffschrank lag schon seit Längerem ein Stöffchen, das ich damals unbedingt haben wollte, aber nie so genau wusste, was ich daraus nähen soll. Es ist ein Modal von Lillestoff, grau in grau gemustert und schien mir ideal für ein Basicteil, das ich gut kombinieren kann. Aber vernäht habe ich ihn nicht, weil ich mich bei der Entscheidung für ein passendes Schnittmuster schwer tat.
Dieses Jahr habe ich ihn nun auf meine Stoffsammlung beim Ufo Sew Along gesetzt, damit ich ein bisschen Druck habe, ihn zu verarbeiten. 

Beim Schnitt wollte ich keine Experimente machen und entschied mich für die Else von Schneidernmeistern, die sich schon als Kleid, mit Schalkragen und mit 3/4-Ärmeln sehr bewährt hat. Alle drei trage ich noch regelmäßig und gerne. 
Nachdem die Entscheidung gefallen war, war die Else recht schnell zugeschnitten und genäht. Doch da war noch so ein Bauchgefühl, das zweifelte, ob der Schnitt mit dem grauen Modal harmonieren würde. Ich wollte es einfach wissen und das Bauchgefühl bekam recht. Die erste Anprobe war ernüchternd. Der Modal, ein toller Stoff mit sehr angenehmen Tragegefühl, fällt wahnsinnig toll und zeichnet alles ab. Das Ganze in grau sah eher nach langweiligem Schlafanzug aus als nach  heißgeliebtem Basicshirt. Doch wie ich so vor dem Spiegel stand und an dem Teil rumgezubbelt habe, kam mir eine Idee. Die Else war lang genug, um sie an einer Seite etwas zu raffen. Dadurch fällt sie nicht so glatt nach unten und bekommt etwas mehr Leben.


Das war auch im Nachhinein noch einfach umzusetzen. Ich habe den Bereich, der gerafft werden soll markiert und mit größtmöglichen Stichen eine Naht auf der Nahtzugabe gesetzt. An den überstehenden Fäden konnte ich dann raffen. Damit sich die Raffung nicht verschiebt oder aufzieht habe ich die Seitennaht so gerafft noch einmal abgenäht.


 
Auch wenn ich im Nachhinein einen anderen Schnitt für diesen Stoff wählen würde, denke ich, dass ich so eine gute Lösung gefunden habe und die Else keine Schrankleiche werden wird. Ich kann sie mir mit Loop, unter einem Cardigan oder Blazer sehr gut für die nahenden kühleren Tage vorstellen.

Damit hat sie sich definitiv als Langarmshirt für den Shietwetter-SewAlong qualifiziert. Und auch auf meiner Ufo-Liste ist wieder ein Haken. Dank der Sew Alongs füllt sich mein Kleiderschrank. Das Finale für den Perfect Match Sew Along ist am Donnerstag. Ob ich bis dahin alle meine Pläne umgesetzt haben werde? Schaut einfach wieder vorbei, ich freue mich auf euch.

Liebe Grüße,

Sandra



auf einen Blick:
Schnitt: Else von Schneidernmeistern in Gr. 38
Stoff: Modal Gina & Greg von Lillestoff

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Poncho deluxe - Kuschelalarm

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Wow, was für ein Herbst. Für mich der absolute Traum. Sogar ich Kaltfußindianer gehe noch in Pumps und ohne Tuch oder Loop aus dem Haus. Da mag ich mich eigentlich auch nähtechnisch noch gar nicht mit der kälteren Jahreshälfte befassen. 
Aber jetzt bin ich nicht mehr drum herum gekommen. Danie hat ein tolles Freebie veröffentlicht, das auch noch leicht und schnell zu nähen ist. Den kuscheligen Poncho deluxe. Normalerweise brauche ich ja ewig bis ich etwas umsetze und hinke deshalb allen Neuerscheinungs-Wellen hinterher. Doch dieses Mal habe ich gleich den Weg in den örtlichen Stoffladen geschafft, sofort gefunden was ich gesucht habe und losgenäht. Belohnt wurde ich für meinen Eifer mit diesem tollen, kuschligen Teil aus beige meliertem Viskosestrick (auf dem ersten Bild ist die Farbe besser zu erkennen).



Jetzt freue sogar ich mich ein bisschen auf kühleres Wetter. Und weil der Kuschelponcho auch so richtig Shietwetter-tauglich ist, verlinke ich ihn bei Ingrids Shietwetter-SewAlong.

Gegen ein paar sonnige Tage habe ich aber auch nichts einzuwenden. Tatsächlich habe ich auch noch ein Kurzarmteile genäht und heute endlich fotografiert. Die werde ich die nächsten Tage zeigen und vielleicht sogar noch tragen können. Bis dahin, macht's gut.

Liebe Grüße,

Sandra



auf einen Blick:
Schnitt: Poncho deluxe von prülla (Freebie)
Stoff: Viskosestrickstoff aus dem örtlichen Stoffladen