Freitag, 1. Dezember 2017

Premieren-Freutag

Hurra, der 1. Dezember ist da. Haben wir nicht alle diesen Tag herbeigesehnt? Dieses Jahr habe sogar ich einen Adventskalender bekommen, den mir meine liebe Schwägerin geschickt hat und der hier schon seit 3 Wochen auf heute wartet. Auch die Kids waren gestern schon ganz kribbelig. Heute morgen auch noch Schnee, perfekter hätte der Dezember, Advent und Winter gar nicht beginnen können. Dass der 1. Dezember auf einen Freitag und Freutag fallen muss ist ja klar, oder?! 

Aber nicht nur deswegen habe ich mich auf den 1. Dezember gefreut. Denn heute ist für mich als Bloggerin Premierentag.
Zum ersten Mal durfte ich einen Beitrag als Gastbloggerin veröffentlichen. Ingrid, Marita und Ulrike haben mich gefragt, ob ich einen Gastbeitrag für ihren Blog "Wir machen klar Schiff" schreiben möchte. Oh ja, sehr gerne wollte ich das. Dafür habe ich mir eine kleine Bastelidee überlegt und ein Tutorial dazu geschrieben - übrigens mein erstes. Eine tolle Erfahrung, die mir viel Spaß gemacht hat. Ein Bild von meinem Flickerl-Tassen-Teppich lass ich euch schon mal hier, alles weitere lest ihr bei "Wir machen klar Schiff".




Ich mach mich mal auf den Weg zum Freutag, wo mich bestimmt ne ganz tolle Adventsstimmung erwartet. Hach, ich mag diese Freudenstimmung im Advent. Macht's gut und lasst euch nicht stressen!


Liebe Grüße, 

Sandra

Aktualisierung vom 15.05.2018:

Leider konnten Ulrike, Marita und Ingrid "Wir machen klar Schiff" nicht weiterführen. Damit das Tutorial noch zugänglich ist, füge ich es hier ein:


Heute möchte ich euch eine kleine Bastelidee vorstellen bei der ihr einiges an Stoffresten verarbeiten könnt und dafür nicht mal eine Nähmaschine braucht. Somit ist es auch etwas für (größere) Kinder oder als kleine Fingerbeschäftigung beim Fernsehen.

Ich zeige euch, wie ihr einen Flickerl-Tassen-Teppich machen könnt. Für das Tutorial habe ich mich auf die Größe eines Tassenteppichs beschränkt. Ihr könnt auch einen größeren oder kleineren Teppich machen. Die Maße bestimmt ihr selbst.


Das braucht ihr dazu:
  • Ein Stück stabilen Karton (etwas größer als euer fertiger Teppich später sein soll)
  • Kariertes Papier
  • Klebstoff
  • Papierschere
  • etwas dickeres Garn (ich habe hier einen Rest dünnes Häkelgarn verwendet)
  • Stoffschere / Rollschneider
  • eine Webnadel oder ähnliches, falls ihr wie ich keine habt, geht es auch mit einem Mundspatel oder Eisstäbchen
  • MaskingTape
  • einen breitzinkigen Kamm
  • und natürlich Stoffreste
Zuerst bastelt ihr den Webrahmen. Dafür nehmt ihr den Karton und schneidet ihn auf die gewünschte Größe zu, wobei die kurzen Kanten jeweils 1cm länger sein müssen (bei mir 17cm x 11cm). An den kurzen Enden klebt ihr etwas von dem karierten Papier auf. Hierbei solltet ihr darauf achten, dass die Karolinien genau auf den Kanten sind, sonst wird alles etwas schief. Das Papier erleichtert nun das Einschneiden. Genau auf den Karolinien wird nun 2 Kästchen (also 1cm) tief eingeschnitten und das alle 0,5cm über die ganze Kante. In diese Schnitte können wir jetzt ganz leicht das Baumwollgarn spannen.
Wir fangen an der linken unteren Ecke an, lassen ein etwas längeres Stück Garn hängen und klemmen es im ersten Schnitt ein. Nun wird das Garn immer auf der Vorderseite nach oben gezogen (das sollte stramm sein), im gegenüberliegenden Schnitt eingeklemmt und auf der Rückseite nach unten gezogen, in den nächsten Schnitt geklemmt, nach oben gezogen usw. , bis der ganze Rahmen bespannt ist. Auf der Rückseite verknotet ihr das Garn mit dem Anfangsstück, damit sich nichts lösen kann.
 
 
Jetzt braucht ihr die Stoffreste, die in Streifen geschnitten werden. Das kann man ganz ordentlich machen mit Lineal und Rollschneider oder aber die Quick and Dirty- Variante, mit der alle etwas größeren Stoffreste zu einem Streifen geschnitten werden können (die weißen Linien sind die Schneidelinie).
Ich habe mich für eine Breite von ca. 2cm (Augenmaß) entschieden. Die Streifen müssen nicht akkurat geschnitten sein.
Wer möchte kann die ersten Reihen mit dem Garn weben, dann am besten den Garnanfang an einen Längsfaden anknoten. Ich habe gleich mit einem Stoffstreifen begonnen. Den Streifen habe ich nirgends verknotet, habe aber nicht genau an der Kante angefangen, damit man das lose Ende später nicht sieht. Wer eine Webnadel hat, kann den Stoff durch das Öhr ziehen. Ich habe keine Webnadel und habe stattdessen einen Mundspatel verwendet und den Stoffstreifen mit etwas MaskingTape festgeklebt. Das funktioniert wunderbar wenn die Kante des Stoffstreifens unter dem MaskingTape liegt. Sonst bleibt man immer am Garn hängen. Jetzt kann’s los gehen! Getreu dem Motto „Auf und nieder – immer wieder“, führt ihr den Spatel immer einmal über dem Garn und einmal unter dem Garn durch, bis ihr auf der anderen Seite rauskommt.
Nun geht ihr wieder zurück, allerdings führt ihr den Stoffstreifen nun gegenläufig durch die Fäden. D.h. da, wo ihr in der letzten Reihe oben drüber seid, geht’s nun unten durch und entsprechend bei denen wo ihr unten durch seid jetzt oben drüber.
Noch ein kleiner Tipp: Wenn ihr einen Stoff habt, bei dem die linke Seite deutlich zu erkennen ist, dann faltet den Stoffstreifen links auf links (auf dem Bild kann man das ein bisschen erkennen). So ist auf eurem Flickerlteppich später auch die Rückseite schön. Bei durchgefärbtem Stoff ist das egal.
Nach 2 oder 3 Reihen nehmt ihr den Kamm und schiebt das Gewebte richtig fest nach unten.
Das macht ihr nun Reihe für Reihe…
Ihr solltet darauf achten, an den Seiten bei der Kehrtwende etwas lockerer zu arbeiten, sonst zieht sich das Ganze zusammen. Zwischendurch kann man die gespannten Fäden auch noch etwas zurecht ruckeln.
Wenn euer Streifen zu Ende ist nehmt ihr euch den nächsten und setzt ungefähr an der selben Stelle wieder an und webt weiter. Ich habe nichts verknotet und das hält trotzdem sehr gut. Am Ende, als ich mit dem breiten Spatel nicht mehr durchgekommen bin, habe ich für die letzten Reihe eine Wollnähnadel genommen bei der der Stoff noch gut durch das Öhr passte. Diese ist zwar kürzer als der Spatel, was das Ganze etwas friemelig macht, aber für die letzten paar Reihen war es o.k.
Nun müsst ihr nur noch das Webwerk vom Webrahmen lösen. Dafür dreht ihr das Ganze um und schneidet die gespannten Fäden mittig durch. Einige nebeneinanderliegende Fäden (ich habe 3 genommen) werden vorsichtig aus den Kerben gelöst und miteinander zu Fransen verknotet, wobei die Knoten eng am Stoff liegen sollten, damit sich nichts lösen kann. Wenn alle Fäden gelöst und verknotet sind, werden die Fransen noch auf eine einheitliche Länge zurückgeschnitten und FERTIG ist euer Flickerl-Tassen-Teppich.
Als die Idee für den Flickerlteppich in meinem Kopf gereift ist, hatte ich die Vorstellung von einem weihnachtlichen Tassenteppich. Deshalb habe ich aus MaskingTape eine Schablone in Sternform aufgeklebt und diese mit Stoffmalfarbe ausgemalt. Das Ergebnis hat mich allerdings nicht überzeugt. Es erinnerte mich eher an eine Nationalflagge als an Weihnachten. Aber die nächste Fußball-WM kommt ja bald, da können wir dann die Flaggen aller Mannschaften weben.
Vielleicht versuche ich es auch noch mal mit weihnachtlicheren Stoffen. So ein Flickerl-Tassen-Teppich ist recht schnell gewebt. Da könnte ich schon noch den einen oder anderen… Bis Weihnachten ist es ja noch ein bisschen. Vielleicht habt ihr nun auch Lust bekommen eure Stoffreste zu verweben, oder die Kinder wollen noch etwas für Oma und Opa basteln? Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Spaß dabei.

Kommentare:

  1. Das klingt ja spannend bei dir! Bin sehr auf deinen Gastbeitrag gespannt. Dieses Glück hatte ich bis jetzt nicht.
    Ganz liebe Grüße, Janet

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  2. Du bist jederzeit wieder eingeladen, ich finde dein Tutorial richtig klasse! LG Ingrid DANKE

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