Freitag, 27. April 2018

Leinenmantel in farbenfroh

Ups, jetzt war's doch ne ganze Weile still auf meinem Blog. Der Grund dafür ist ein aufwändigeres Nähstück, das ich euch heute endlich zeigen kann. Einen Leinenmantel, den ich mit Hilfe des makerist-Nähkurses mit Ute Fehse-Klüttermann genäht habe. Ich habe ja schon meine jErikas aus Softshell und Walk, aber manchmal ist mir Softshell zu sportlich und der Walk ist eher was für den Herbst, denn bei einer dünnen Bluse kratzt der und da bin ich sehr empfindlich. Deshalb musste nun noch ein Mantel für den Frühling her. Da es mich interssiert hat, wie so ein Mantel gefüttert wird, habe ich mir das Video von makerist samt Schnitt gegönnt und bekam Lust, das auch auszuprobieren. Mit Sicherheit ist es kein "mal eben schnell"- Projekt. Aber es macht wahnsinnig viel Spaß den Mantel entstehen zu sehen und am Ende hat man wirklich das Gefühl ein durchdachtes und hochwertiges Teil geschaffen zu haben. Ihr merkt es wahrscheinlich schon, ich bin ganz verliebt in meinen neuen Mantel. Nun aber genug der Worte, ihr wollt bestimmt Bilder sehen. 


Ob ich wirklich bis oben zuknöpfe, wird sich noch zeigen, etwas lockerer sieht es so aus 


Im Gegensatz zu meinen eher neutralen grauen Jacken, leuchtet meine Frühlingsjacke in schönem Petrol, was in Wirklichkeit noch kräftiger ist als es auf den Bildern rüberkommt. Nach der Wäsche hatte der schöne Leinenstoff an den Kanten hellere Stellen , was mich anfangs geärgert hat. Inzwischen habe ich es unter "lässigem Leinenknitterlook" abgehakt und störe mich nicht mehr dran. Durch das Tragen bekommt der Mantel sowieso Knitterfalten.
  

Für die Größe habe ich mich an der Maßtabelle orientiert und den Schnitt ohne Änderungen übernommen. Lediglich die Ärmel habe ich um 5cm verlängert (irgendwer hat mal was von "Affenarmen" gesagt). Das war dank der Veränderungslinie im Schnittmuster ganz einfach. Auch sonst ist beim Schnitt wirklich an alles gedacht und die Passzeichen passen wunderbar aufeinander. Dazu noch die Erklärungen im Video und so war auch der Schlitz kein Problem. Es wird immer genau erklärt, was zu tun ist, warum man das macht und worauf man besonders achten muss.

So richtig farbenfroh wird's dann im Inneren. Ein Frühlingsmantel eben.


Ich hatte Lust auf ein total buntes Futter. Der Baumwollstoff ist sehr angenehm und lies sich sehr einfach verarbeiten. Für die Ärmel habe ich trotzdem flutschigen Futterstoff verwendet, damit der Stoff beim Anziehen nicht bremst.


Und so sieht das Ganze auf der Innenseite aus. Die Dehnungsfalte im Futter kann man nicht so gut erkennen, dazu der Schlitz und die Ärmel aus Futterstoff. Für den Aufhänger habe ich ein Stück eines alten Schnürsenkels verwendet, der genau die gleiche Farbe hatte wie der Außenstoff.


Oh wie mir mein neuer Mantel gefällt. Da hat sich jeder einzelen Schritt gelohnt. Und weil ich mich so darüber freue, verlinke ich ihn beim Freutag.

Nun fehlt mir nur noch eine passende Handtasche. Vom Leinenstoff wäre noch etwas übrig. Was meint ihr? Handtasche aus dem gleichen Stoff wie der Mantel? Geht das? Ich wünsche euch ein schönes Wochenende,


Liebe Grüße,

Sandra


auf einen Blick:
Schnitt: Schnittmuster zum makerist-Kurs 
"schicker Übergangsbegleiter: leichten Mantel nähen" in Gr. 38 (Änderungen s.o)
Stoff: Leinenstoff von stoffe.de; Futterstoff aus dem örtlichen Stoffgeschäft, Blumenstoff von der Tillabox
linked@Freutag

Dienstag, 3. April 2018

Two Colors im März - braun und rosa

Zur Zeit nähe ich am liebsten Kleidung für mich. Da liegen auch einige Stöffchen hier bereit, die  ich für bestimmte Projekte gekauft habe und die möchte ich nun der Reihe nach "abarbeiten". Auf Kleinigkeiten habe ich im Moment gar nicht so viel Lust. Und ein anderes Projekt "dazwischenschieben" funktioniert im Moment auch nicht. Irgendetwas in mir ist da gerade sehr streng. Kennt ihr das auch? Deshalb bin ich froh, dass ich meine zwei Jahresprojekte habe und somit etwas für die "Two Colors" werkeln konnte. Eine Kombination aus rosa und braun ist bei meinen Stoffen leider nicht dabei, weshalb es auch diesen Monat kein zusätzliches Projekt gab.

Lediglich bei der Füllung des Nähgewichts habe ich wieder Neues ausprobiert. Von einem Möbelkauf waren noch einige Kleinteile aus Metall übriggewesen, die für unsere Aufbauvariante unrelevant waren. Normalerweise hätte ich sie weggeworfen, jetzt füllen sie mein Nähgewicht.
 



Auch bei meiner Stempelei habe ich ein bisschen variiert. Im Januar und Februar habe ich Acrylfarbe verwendet. Da ich keine Acrylfarbe in rosa habe und keine Lust hatte welche zu mischen und sowieso mal meine Stempelkissen testen wollte, habe ich die Stempelkissen verwendet. 
Den Stempel habe ich wieder selbst geschnitzt. Das Muster habe ich auf einem Blumentopf in meinem Badezimmer entdeckt und von dort abgepaust.


Ja, und dazugelernt habe ich auch wieder etwas. Damit das Muster schön gleichmäßig wird, wollte ich dieses Mal nicht nach Augenmaß arbeiten, sondern habe mir Orientierungslinien mit Bleistift eingezeichnet. Leider ist die Stempelfarbe beim Radieren verschmiert.
Ich sollte also entweder meine Ungeduld bändigen und warten bis die Farbe ganz trocken ist oder zumindest nicht mitten auf dem Blatt anfangen zu radieren.
Sinnvoll wäre es auch nicht direkt mit dem Karton anzufangen, sondern erste Musterversuche auf dem grauen Papier (das ich zum Schluss bestempelt habe) zu machen. Man lernt eben nie aus.
 
Überrascht war ich, wie gut die rosa Farbe auf dem dunkelbraunen Karton deckt. Hier übrigens mit Augenmaß und ohne Bleistiftradierungen.
 

 Und zu guter Letzt ein Versuch mit beiden Farben gemischt.


Meine Variationen aus braun und rosa dürfen jetzt noch zu den Two Colors, wo ich schon mal gelauert habe, welches die Farben im April sind. Grün und weiß. Hurra. Da könnte sogar einer meiner "Projektstoffe" passen. Bzw. wäre mein innerer Beamter vielleicht geneigt bei der Lieblingsfarbe eine Ausnahme zuzulassen? Ihr werdet es sehen. Bis dann, 


Liebe Grüße, 

Sandra