Freitag, 16. November 2018

jErik - Jacke für den Räuberhäuptling

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Einige von euch hatten es Anfang November schon bei Instagram gesehen. Ich habe für meinen Mann eine Jacke genäht. Die ganze Aktion war aufregend, weil es ein Geburtstagsgeschenk sein sollte und dementsprechend geheim bleiben sollte. Allerdings war mir die Idee mal wieder kurz vor knapp gekommen und die Möglichkeit Stoff zu kaufen war erst mittwochs (der Geburtstag am Dienstag drauf). Ok, ich verrat's euch gleich; ich bin rechtzeitig (montags abends 21.30Uhr) fertig geworden, die Jacke passt (puh) und gefällt (yeah).

Der Schnitt jErik von Prülla liegt hier schon eine Weile, nun wollte ich ihn endlich nähen. Geplant hatte ich einen dicken Sweatstoff. Im Stoffladen hatte ich meinen Plan schon fast aufgegeben, da kein passender Sweat da war, da kam mir dieser dunkelblau-schwarz-melierte Stoff in die Hand (auf dem Bild sieht er heller als er tatsächlich ist). Ich habe keine Ahnung wie man den nennt. Auf den ersten Blick sieht es aus wie Softshell, da er auch sehr glatt ist, er ist aber gestrickt und dehnbar. Nachdem auch noch Falzgummi und Reißverschluss in perfekt passender Farbe im Stoffladen gefunden war, konnte ich loslegen. 


Man war ich aufgeregt. Immer wieder habe ich andere Jacken zum Messen und vergleichen zur Hand genommen. Aber es hat sich absolut gelohnt und das Nähen hat mir viel Spaß gemacht. Der jErik ist toll zu nähen, und wenn der Räuberhäuptling möchte, nähe ich ihm da gerne noch den ein oder anderen, aus Fleece, aus Sweat, als Pulli....
Genäht habe ich übrigens Größe L in der schmalen Version. 



Und damit verabschiede ich mich und ins Wochenende. Euch ein schönes Wochenende, macht's gut.


Liebe Grüße,


Sandra





auf einen Blick:
Schnitt: jErik von prülla; Gr. L schmale Variante
Stoff: aus dem örtlichen Stoffladen (Beschreibung s. oben)

Donnerstag, 8. November 2018

Perfect Match-Finale II - Bellah und Louise

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Mein zweites Oberteil, das ich im Rahmen des Perfect Match-Sew Alongs nähen wollte ist nun auch fertig. Aber ich musste feststellen, es matcht nicht. Zumindest nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte.


Hier noch mal mein ursprünglicher Plan:
"Das zweite genähte Teil ist mein bürotauglicher Jeansrock. Auch der könnte noch ein bisschen Gesellschaft in Form von hellen, bürotauglichen Oberteilen brauchen (die dann natürlich auch wunderbar zu Jeanshosen oder andern dunklen Hosen passen würden ;-) ). 

Meine Idee ist eine Bluse Bellah von prülla. Dafür liegt hier schon ein wunderschönes weißes Viskosestöffchen mit zartem Blumenmuster bereit. Eine Bellah habe ich schon genäht, aber am Saum und den Ärmelabschlüssen schweben mir ein paar Änderungen vor, ...."



Meine erste Bellah trage ich immer noch sehr gerne, und wollte auch längst noch eine weitere nähen, aber wie das immer so ist, kommen neue Ideen dazwischen. Das hat aber auch einen Vorteil, denn wenn man ein Teil öfter trägt, fällt einem auf, was nicht so optimal ist. So hat mich beim ersten Tragen an meiner Bellah etwas gestört, ohne dass ich konkret sagen konnte, was es ist. Mit der Zeit bin ich darauf gekommen. Sie ist an den Schultern etwas zu weit, weshalb die Schulternaht immer etwas auf den Arm rutscht. Nun habe ich die Größen noch einmal verglichen und mich entschieden eine Größe kleiner zu nähen und siehe da, sie sitzt viel viel besser. Auch an der Weite habe ich im Gegensatz zur ersten Bellah nichts mehr geändert. 
Den vorderen Saum habe ich auch ein bisschen geändert. Ich wollte einen gerundeten Saum haben, wie am Rückteil und nicht gerade wie im Original. Dadurch wurde sie auch etwas länger, was mir normalerweise sowieso besser gefällt. 

Allerdings kam die Ernüchterung als ich die Fotos machen wollte. Zu dem geplanten Rock passt diese Bellah überhaupt nicht. Die ist viel zu weit und zu lang. Ich habe mich nicht mal getraut ein Foto zu machen. Was nun? Kurze Zeit habe ich überlegt sie zu ändern, ... kürzen und enger nähen ist kein großer Aufwand.





Den Rock ziehe ich aber gar nicht soooo oft an. Viel häufiger trage ich Hosen und dazu habe ich lieber weite, leicht fallende Oberteile, die ich vorne in den Bund stecken kann. Und genau so eins hatte ich ja nun in der Hand. Also bleibt die Bellah vorerst mal so wie sie ist (evtl. kürze ich sie noch ein kleines Bisschen) und ich habe noch viel mehr Match-Möglichkeiten als nur zu einem Rock.



Entgegen meiner anfänglichen Befürchtungen hat der Stoff doch noch für lange Ärmel gereicht. Auch hier bin ich von der Anleitung abgewichen. Ich habe keinen Abschluss mit Gummizug gemacht, das gefällt mir an meiner ersten Bellah nicht so gut. Stattdessen habe ich die Ärmel ein bisschen gerafft und einen Bund angenäht. Bestimmt gibt es dafür einen Fachbegriff, den kann ich hier leider nicht nennen. Deshalb beschreibe ich kurz was ich gemacht habe. Ich habe einen Streigen Stoff wie zu Schrägband gefaltet und gebügelt, das Ganze zum Ring geschlossen, mit einer Seite am gerafften Ärmel angenäht, am Mittelfalz umgeklappt und festgenäht. Das gefällt mir sehr gut und sieht auch an der Innenseite sehr sauber.

Damit wäre mein Post zum Perfect Match-Finale eigentlich schon fertig. Aber ich möchte euch noch ein neues Oberteil zeigen, das ich genäht habe und das so perfekt zur Bellah passt, weshalb ich heute ausnahmsweise zwei Sachen in einem Post zeige.


Genäht habe ich eine Jacke nach dem Schnitt Louise von schnittchen patterns. Ich kann euch nur raten, schaut euch das Schnittmuster an und versucht den Knoten im Kopf zu lösen. Ich habe schon viele Oberteile genäht, aber hier musste ich sehr lange überlegen, wie was zusammengehört und was am Ende wo sein wird. Allein die Überlegung, ob ich sie länger machen soll war vergebens, denn vor dem Nähen hätte ich nicht sagen können, wo ich was verlängern müsste. Es war auf jeden Fall ein großer Spaß, das Nähen ging dann Ratz Fatz und die Jacke ist toll.



Genau mein Ding für die Übergangszeit mit dünner Bluse drunter oder dann im Winter für die kalten Tage im Büro. An den Bündchen hat man sogar vier Lagen Stoff und die sind sooo schön lang! Auf jeden Fall Shietwetter(Sew-Along)tauglich.


Meine Louise ist aus einem Strickstoff. Aber ich kann sie mir auch wunderbar kuschelig aus einem Jaquard vorstellen.


Und damit habe ich doch noch die perfekten Match-Partner gefunden. Mein Kleiderschrank füllt sich allmählich mit tragbaren Oberteilen, die sich wunderbar untereinander kombinieren lassen. Es wird!
Liebe Grüße, 
Sandra




auf einen Blick:
Schnitt: Bluse Bellah von prülla in Gr. 34
             Jacke Louise von schnittchen patterns in Gr. 38
Stoff: Viskosestoff mit Blümchen von makerist, Strickstoff von stoffe.de
linked@ Du für Dich am DonnerstagSew La La , Shietwetter-Sew Along, prülla

Samstag, 3. November 2018

Two Colours im Oktober - schwarz gold/silber II

Auch im Oktober habe ich mit den Farben der Two Colours auf Papier gespielt. Diesen Monat trifft dieser Ausdruck sehr gut, denn ich habe mich eher spontan für dieses "Muster" entschieden und auch während der Entstehung, die mal wieder "gschwind" zwischen zwei andere Sachen reinpassen musste, musste ich meinen Plan anpassen. Eigentlich nichts besonderes, aber wer mich kennt, weiß, dass meinem Naturell eher gut durchdachte Pläne liegen, die lange im Kopf reifen und dann fertig durchdacht umgesetzt werden. Deshalb sind die Oktoberpapiere für mich doch etwas Besonderes, weil ich hier den Prozess, die Entwicklung von der Idee bis zum fertigen Ergebnis nicht nur im Kopf hatte, sondern tatsächlich auch in einzelnen Schritten auf Papier habe. Nicht vorher viel Abwägen mit wenn und aber, sondern sich von den Ergebnissen während des Tuns leiten lassen. Schade, dass ich nicht mehr Zeit hatte, wer weiß, was da noch entstanden wäre. Nun möchte ich euch aber anhand meiner Bilder zeigen, wovon ich hier die ganze Zeit rede.
Schwarz und Gold bzw. Silber waren die vorgegebenen Farben. Und wie schon bei den Stoffen ist auch hier meine Auswahl an Materialien nicht sehr umfangreich. Ein paar Lackstifte und eben die Reste aus meinem alten Wasserfarbenkasten aus der Grundschule, auf den ich wieder mal zurückgegriffen habe.

Ich hatte eine Idee von dicken schwarzen Pinselstrichen auf meinem grauen Testpapier und darauf dezente Sprenkel in gold. So eine Art Novemberhimmel mit Sternen und Nebelschwaden. 
 
Leider hat das Papier die schwarze Wasserfarbe regelrecht aufgesaugt, so dass es zwar gut durchnässt war, aber die Farbe nicht so kräftig rauskam. Für die Sprenkel habe ich dann (anfangs noch vorsichtig) den mit Farbe vollgesogenen Pinsel gegen einen Finger geklopft. 




Für den zweiten Versuch habe ich dann doch zu schwarzer Acrylfarbe gegriffen, die wesentlich besser deckt. Das kam meinen Vorstellungen näher und das Pinselklopfen hat schon richtig Spaß gemacht.



Ich hab auch etwas silberne Farbe verspritzt. Allerdings dann das Blatt zu früh weggelegt (ich brauchte den Platz) wodurch die Wasserfarbe verlaufen ist. 



Der letzte Versuch war zwar wieder ein Schritt weg vom ursprünglichen Plan. Die Idee mit den schwarzen Pinselstrichen habe ich ganz verworfen und stattdessen ein Stück schwarzes Tonpapier genommen. Trotzdem ist dies mein Favorit. Es gefällt mir sehr gut, nicht nur wegen der Optik, sondern auch, weil ich schon recht konkrete Vorstellungen habe, wie ich dies in mein Gesamtprojekt am Ende des Jahres einbringen kann.


Hier kann man auch erkennen, wieviel Spaß mir das Farbklecksen am Ende bereitet hat.

Der November wird mit grün und orange wieder fröhlicher. Da möchte ich auf jeden Fall wieder Stempeln. Mal schauen, welches Motiv sich da anbietet.


Liebe Grüße, 

Sandra
 

Freitag, 2. November 2018

Two Colours im Oktober - schwarz gold/silber

Gold und Silber zusammen mit Schwarz ist eigentlich eine sehr schöne, edle Kombination. Nicht zu knallig und doch besonders. Trotzdem war der Oktober bei den Two Colours für mich eine Herausforderung, denn dies sind die wohl am wenigsten in meinem Stoffvorrat vorkommenden Farben. Zwar habe ich im Oktober ein schwarzes Shirt genäht, aber ohne Silber oder Gold. (Die Idee, da irgendwo einen kleinen silbernen Plott, Knopf oder ähnliches anzubringen ist mir gerade erst beim Tippen dieses Posts gekommen). Wieder einmal freue ich mich über mein Nähgewichteprojekt. So kann ich zumindest damit einen Beitrag zur Oktobersammlung bei Maika leisten. In meinem Stoffschrank gibt es genau einen Stoff mit Gold und einen mit Silber. Da bei dem Silbernen der Weißanteil sehr groß ist, habe ich mich entschieden, noch einmal den Gold-Glitzer-Stoff vom Juni zu verwenden. 
In Kombination mit schwarz kommt das Gold auch viel besser zur Geltung. Was ich wohl jemals aus diesem Stoff nähen werde?



Damit verabschieden wir uns endgültig von den gedeckten Farben. Der November mit grün/orange wird spannend und wer es wie ich nicht abwarten konnte und überlegt hat, welche Farben noch in den Lostöpfen sind, weiß, dass auch der Dezember mit der Kombination lila und orange recht bunt zu werden verspricht. Was wohl meine Männer dazu sagen werden, wenn ich vorschlage, den Weihnachtsschmuck in lila/orange zu machen.

Mein Nähgewicht darf jetzt eine Abstecher zum Freutag machen, bevor es sich in mein Körbchen zu den anderen gesellt. Ich mag die Sammlung jetzt schon wahnsinnig gerne. 

Liebe Grüße, 

Sandra


Donnerstag, 1. November 2018

Blusenliebe - der nächste Sommer kommt bestimmt

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In meinem letzten Post hatte ich ja angekündigt, dass ich noch einen Schnitt von Finasideen neu für mich  entdeckt habe. Heute möchte ich euch meine neue Bluse mit dem passenden Namen "Blusenliebe" zeigen. Ob es tatsächlich eine Lieblingsbluse wird, kann ich noch nicht sagen, dafür muss ich wohl noch ein paar Monate auf passendes Wetter warten (ich glaube für die Fotos habe ich den letzten warmen Tag erwischt).

Aber nun zur Bluse und wie es zu dieser kam. Das Besondere an der Blusenliebe sind die Biesen (die man auch weglassen kann), die hatten es mir angetan und die wollte ich ausprobieren. In meinem Schrank fand sich ein Stück Leinen, das ich mal im örtlichen Stoffladen aus der Restekiste gekramt und mit einer Bluse im Kopf mitgenommen hatte. 
Eigentlich ist die Blusenliebe für leicht fallende Stoffe, das Leinen aber etwas gröber und nicht wirklich leicht fallend. Aber in meinem Kopf hatte sich eine Kombi aus diesem Stoff und diesem Schnitt festgesetzt und ich wollte so gar nicht mehr von der Idee loskommen. Ich war skeptisch, ob die Raffung an Rückenteil- und Vorderteilpasse mit dem festen Stoff gut aussehen würde. Ausprobieren war die Devise, notfalls würde ich die unteren Schnittteile so anpassen, dass sie ohne Raffung angenäht werden können (mit Plan B in der Hinterhand fühle ich mich einfach sicherer). Ohne noch weiter auszuholen, ich habe die Blusenliebe mit den Raffungen genäht, was mir ganz gut gefällt. Die Fältchen haben sich überraschend gut gelegt. Auch die Biesen sind toll geworden und ich habe es hingekriegt, dass Biesen und Nähte auf beiden Seiten auf gleicher Höhe sind. (Yippieh)

Auch an den Schultern sitzt sie perfekt, zumindest sieht das auf den Fotos so aus (wie gesagt, ich hatte sie noch nicht lange an). Was mir schon bei der HappyMe aufgefallen ist, ich muss nicht verlängern. Normalerweise gebe ich bei den meisten Schnitten ein bisschen Länge zu. Die Schnitte von Finasideen scheinen für meine Körpergröße ideal zu sein.


Allerdings sollte ich mir für künftige Oberteile merken, dass ich vorher prüfe, ob es nicht besser ist, im unteren Bereich eine Nummer kleiner zu nähen. Meine Blusenliebe ist wirklich sehr weit geworden. Durch die Fältchen ergibt sich eine Mehrweite, die sich bei leicht fallenden Stoffen bestimmt besser legt. Bei meiner Leinenvariante warte ich jetzt erst Mal ab. Vielleicht bin ich im Sommer ganz froh, um die luftige Rückseite oder das Leinen knautscht sich beim Tragen entsprechend an seinen Platz. Und wenn nicht, wird mir etwas einfallen, wie ich es ändern kann.


Nun wird sie erst mal im Schrank verschwinden müssen, aber ich freue mich schon auf die ersten warmen Tage im nächsten Jahr, da wird sie bestimmt ganz bald zum Einsatz kommen. Tschüß Sommer!
Auf meinem Blog wird nun auch der Herbst einziehen. Die nächsten Teile, die ich zeigen werde haben zumindest lange Ärmel. Bis dahin, macht's gut.


Liebe Grüße,

Sandra



auf einen Blick:
Schnitt: Blusenliebe von FinasIdeen in Gr. 38
Stoff: Leinen aus dem örtlichen Stoffladen
linked@ Du für Dich am Donnerstag Sew La La